Lösungsorientierte System- und Familienaufstellungen

Es kommt eine Zeit im Leben,
da bleibt einem nichts anderes übrig,
als seinen eigenen Weg zu gehen.
Eine Zeit, in der man die eigenen Träume
verwirklichen muss.
Eine Zeit, in der man endlich für die eigenen
Überzeugungen eintreten muss.

aus: „Der träumende Delphin“ von Sergio Bambaren

Inhalt der Aufstellarbeit

So unterschiedlich wir alle sind, haben wir doch etwas gemeinsam – unsere Familie und ihre Geschichte, die unsere Lebensreise durch gute und schlechte Erfahrungen prägt. Wir tragen ihre Werte, Erwartungen, Verletzungen, Geheimnisse, Ängste und vieles andere mehr manchmal wie einen „schweren Rucksack“ mit uns. Selbst, wenn wir keinen persönlichen Kontakt mehr haben und oft auch bis über den Tod hinaus.
Diese ungelösten Lebensthemen, Botschaften, Loyalitäten und Aufträge - Vaters Existenzangst,
Mutters Selbstzweifel, Großmutters Verlustangst, Großvaters Kriegserleben- können uns blockieren. Die daraus entstehenden Belastungen führen zu Beziehungsproblemen, psychischen und körperlichen Erkrankungen, Sinnkrisen und Süchten. Damit verhindert diese Last ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben.

Mein Anliegen ist es, diese Verstrickungen aufzudecken und zu lösen, vorhandene Ressourcen zu aktivieren oder neue zu integrieren, um ein eigenbestimmtes Leben zu führen und seinen Platz im Familiensystem einzunehmen.

Systemische Aufstellungen sind hilfreich zu allen Fragen des menschlichen Miteinanders und Beziehungsgestaltung; auch zu beruflichen Themen, für Teams, Institutionen und Firmen. Mit einbezogen werden können Aspektewie z.B. Häuser, Plätze, Erbschaft und Verträge.

Wie kann aufgestellt werden?


In einem geschütztem Rahmen biete ich Aufstellungen in der Gruppe als auch in einer Einzelsitzung, denen je ein Vorgespräch (Anamnesegespräch) voraus geht.

Aufstellung in der Gruppe

In der Gruppe wird gemeinsam eine Lösung erarbeitet. Dabei trägt ein Klient sein Anliegen vor und sucht für die jeweiligen Personen, Themen oder Objekte Stellvertreter aus der Gruppe und stellt diese in Beziehung zueinander.
In diesem Beziehungsgeflecht spüren die Stellvertreter emotional und körperlich die Dynamik
des aufgestellten Systems bzw. Themas. Als Therapeutin begleite ich dem Anliegen entsprechend die Interaktionen zwischen den Stellvertretern. Durch diese Interaktionen werden verschiedene Aspekte aufgedeckt wie z.B.:

  • wer oder was fehlt im System?
  • um was geht es wirklich?
  • nehme ich meinen Platz im System ein?
  • wer oder was wird nicht geachtet oder gewürdigt?
  • was trage ich für andere Familienmitglieder?

Wenn die Probleme sichtbar werden, kann der Klient die Zusammenhänge erkennen und verstehen. Diese neue Erkenntnis hilft, die jeweilige Familiengeschichte zu würdigen, um alte und blockierende Verstrickungen aufzulösen. Gegen Ende der Aufstellung nimmt der Klient den Platz ein, den sein Stellvertreter zuvor für ihn eingenommen hat und erlebt so die Aufstellung noch „von innen“. Nun kann er das erarbeitete Lösungsbild verinnerlichen und wirken lassen.

Nachdem alle Aspekte verstanden, gelöst und integriert sind, wird der Weg für neue Lebensperspektiven und Möglichkeiten frei.

Auch die Teilnehmer, die nicht als Stellvertreter ausgewählt wurden, können bei einer Aufstellung eigene Themen erleben, denn wir haben oft ähnliche Herausforderungen und Krisen zu bewältigen. Dadurch haben teilnehmende „Beobachter“ die Möglichkeit, sich in den verschiedenen Anliegen selbst zu erkennen und innerlich mitzugehen. Ohne, dass es direkt der eigene Prozess ist, können sie aus diesen Erfahrungen lernen und Lösungsmöglichkeiten miterleben.

Aufstellung in Einzelsitzung

Auch hier wird auf einem speziellen Feld mit Figuren als Stellvertreter sichtbar gemacht, um was es wirklich geht! Es entsteht dabei für das jeweilige Anliegen der gleiche Lösungsprozess wie in der Gruppe.

Hinweis

Wichtig ist mir zu betonen, dass eine einzelne Aufstellung nicht den Anspruch haben kann,
alle Probleme zu lösen. Es ist vielmehr ein schrittweises „Entleeren“ des schweren Rucksackes, damit die Belastung, die uns blockiert, immer weniger wird.

Bitte beachten Sie, dass ich Heilpraktikerin für Psychotherapie bin und keine Psychologin oder Psychiaterin. Meine therapeutischen Sitzungen und Seminare können keine körperliche Untersuchung, Behandlung oder Therapie durch einen Arzt ersetzen. Meine Klienten sind und bleiben jederzeit eigenverantwortlich!